Behindertenzentrum Wabe Wald

Geschichte

Entstehungsgeschichte der WABE Behindertenzentrum Wald

  

Die alte Winderei an der Sanatoriumstrasse 16

Die alte Winderei an der Sanatoriumstrasse 16

  
Aufgrund von Erhebungen des „Vereins zur Förderung geistig Behinderter Zürcher Oberland“ (GBZO heute insieme ZO) wurde Ende der achtziger Jahre ein Bedarf an Wohn und Beschäftigungsplätzen im Zürcher Oberland festgestellt. In Wald stand mit der „alten Winderei„ ein grösseres überbaubares Gelände zur Verfügung.

  

1990 wurde zum Zweck des Erbauens und Betreibens eines Behindertenzentrums der Trägerverein Stiftung WABE gegründet. Treibende Kräfte hinter dem Projekt waren der ehemalige Gemeindepräsident von Wald, Albert Hess sen. und der Geschäftsleiter des GBZO, Rudolf Diener, Uster. Der Verein GBZO, die Reformierte Kirchgemeinde Wald und die Politische Gemeinde Wald fanden sich als Stifter zusammen. Der Stiftungsrat bestand aus 23 Mitgliedern. Die Reformierte Kirchgemeinde Wald stellte das Areal der ehemaligen Winderei für 99 Jahre gratis im Baurecht zur Verfügung.

  

1990 wurde der Architekt Peter Fässler, Zürich mit der Planung und Ausführung des Behindertenzentrums an der Sanatoriumstrasse beauftragt. Vorbild des Projektes war das Werkheim Uster, das bereits in den siebziger Jahren erbaut worden war. Eröffnet konnte das Behindertenzentrum Wald mit dem Einzug des ersten Bewohners (Ernst Zweifel) am 1. Mai 1993 werden. Bald war das Heim mit allen BewohnerInnen voll belegt. Im Herbst 1993 wurde dann eine offizielle Eröffnungsfeier in Form eines dreitägigen Dorffestes durchgeführt. Dieses Fest war ein grosser Erfolg.

  

Als erster Heimleiter führte Urs Gasser, Gibswil die junge Institution durch die Anfangsstürme. Bereits 1996 wurde mit der Eröffnung der Geschützten Werkstätte in der Bleiche (Jonastrasse 8) die erste Erweiterung realisiert. 15 geschützte Arbeitsplätze für Holz/Verpackung / Montage fanden dort anfangs Platz. Im Wohnheim wurde eine zweite Tagestätte für die schwächeren BewohnerInnen eingerichtet. Je eine im 1. und 3. Stock. Auch wurde 1996 die erste Aussenwohngruppe mit 4 Plätzen an der Bahnhofstrasse (Eisenhof) eröffnet. In der Folgezeit entwickelte sich die WABE weiter und passte Ihr Angebot stets den Bedürfnissen der betreuten Menschen an:

  

• 1996 Eröffnung AWG Schibliraiweg 23 2 Wohnplätze (Umbenennung ab 1.1.2011 in Schibliraiweg 10a)
• 2001 Aussenwohngruppe Alte Post, Rüti
• 2004 Gärtnerei Feisterbach, Wald 5 Arbeitsplätze
• 2005 Umzug Eisenhof an Bachtelstrasse 29, Wald
• 2006 Erweiterung und Neuorientierung Produkte der Werkstatt mit Schwerpunkt Schreinerei
• 2006 Erweiterung der Lingerie
• 2007 Eröffnung Tagesstätte Bachtelstrasse 10, Wald
• 2010 Erweiterung AWG 2 (Schibliraiweg 11)
• 2011 Umbau ehemalige Wohnung des Hauswartes und Einrichtung WG4
• 2011 Kauf Liegenschaft „Volkshaus“ Wald
• 2012 Umzug Bachtelstrasse 29 in Volkshaus
• 2012 Aufhebung AWG 2 Schibliraiweg 11 und Integration ins Volkshaus.
• 2012 Aufhebung der Gärtnerei Feisterbachweg und Umzug Magazin Gartenteam an Bachtelstrasse 32
• 2013 Aufhebung AWG1 Schibliraiweg 10a

  

2014 wurde die Stiftungsurkunde überarbeitet und zeitgemässen Gegebenheiten angepasst. Der Stiftungsrat wurde auf 7 Mitglieder reduziert. Der Stiftungsrat gab den Auftrag für die Renovation des Volkshauses mit der nächsten Erweiterung des Wohn- und Tagesstrukturangebotes. Das Projekt soll 2018 zum 25sten Jubiläum des Wohnheims fertiggestellt werden.